Schneeweißchen und Rosenrot

Solo mit Perücke und Bär für Kinder ab 4 Jahren

Prinzessinnen müssen nicht aufräumen!
Prinzessinnen sind schön!
Prinzessinnen haben alles, was sie wollen- sogar einen Prinzen!
Aber mit den Prinzen ist es nicht so leicht. Die einen sind Frösche, die anderen Bären…und alle wollen erlöst werden!
Aber im Märchen, da geht alles!
Da gibt es Schneeweißchen und Rosenrot, die unbeschwerte Wintertage mit einem zottigen Bären verleben und haarscharf an einem Kuss vorbeischrappen.
Doch der Bär kommt nicht aus seiner Haut, die Schwestern nicht zum Zuge und auch der garstige Zwerg hat ein haariges Problem…

  • Regie und Szenographie: Kristina Feix
  • Spiel und Ausstattung: Ulrike Kley
  • Musikalische Einrichtung: Taichi Kanayama
  • Schlusslied: Dara Feix, Jule Fröhlich
  • Zwergentraining: Mo Bunte

  • Fotos: Alexandra Fragstein

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  • Dauer: 50 Minuten 

  • Max. Zuschauerzahl: 200 Zuschauer 

  • Spielform: Objekttheater, Schauspiel 


Pressekritik

Ein Frosch ist ein Bär ist ein Fisch

Schneeweisschen und Rosenrot – Amai Figurentheater/Berlin /// WUK /// Theresa Luise Gindlstrasser ///

Und ein Fisch ist ein Prinz, ist ein Bär, ist ne Puppe und lebt. Irgendwie. Lebt vor allem durch die Schauspielerin und Puppenspielerin und Alles-Macherin Ulrike Kley. Denn die ist in diesem Stück Theater für Menschen ab 6 Jahren zuständig für alles und alle und allein verantwortlich für all die Kussszenen die am Ende dann den Prinzen machen. Irgendwie.

Dem Märchen von Schneeweisschen und Rosenrot – zwei Schwestern,
einander gut gesinnt, kümmern sich im Winter um den Bären, später um
einen Zwerg der sich als Gegenspieler des Bären entpuppt der sich
wiederum als Prinz mit Gold und Heirat entpuppt – wird hier eine spielerische
Metadiskussion vorangestellt. Eine Frau/ein Mädchen überlegt auf offener
Bühne was denn eine Prinzessin sei und was diese ausmache und ob sie
eine sein könnte und ob ein schöner Prinz nur zu einer schönen Prinzessin
gehört. Ulrike Kley lässt sich nie von Zwischenrufen irritieren und zeigt das
Märchen als Überlegung in Sachen Identität. Indem sie alle Rollen des
Märchens, das dann unvermutet als Erzählung beginnt, selbst in die Hände nimmt, wischt sie Rollenklischees einfach so mal schnell weg.

Mit wenigen, stets neu durch Behauptungen und Behandlungen veränderten, Requisiten und Kostümen erzählt sich die Geschichte von Schneeweisschen und Rosenrot als eine Geschichte des Ungefähren, Unkomplizierten und Unernsten. So wie die Dinge auf der Bühne stets in Resignifikation begriffen sind, sind auch die Figuren einem steten Prozess ausgesetzt. Der Wechsel zwischen Erzählung und Aktion unterstreicht dies nicht nur, sondern ist überaus gut gelungen.

Regie/Szenographie: Kristina Feix, Spiel/Ausstattung: Ulrike Kley, Musikalische Einrichtung: Taichi Kanayama, Schlusslied: Dara Feix/Jule Fröhlich, Zwergentraining: Mo Bunte

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